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BOTSCHAFT DER AUSSENMINISTERIN ZUM GEDENKEN AN DIE TRAGÖDIE VON MARCINELLE

Datum:

CEST/Aug/J


BOTSCHAFT DER AUSSENMINISTERIN ZUM GEDENKEN AN DIE TRAGÖDIE VON MARCINELLE

Liebe Landsleute,
am 8. August jährt sich die Tragödie von Marcinelle, der größten Bergwergskatastrophe in Europa, bei der 262 Arbeiter aus zwölf verschiedenen Ländern ihr Leben verloren. 136 von ihnen waren Italiener. Zur unauslöschlichen Erinnerung an jenen Tag begehen wir am 8. August den nationalen Gedenktag der italienischen Arbeitsopfer in der Welt “Giornata nazionale del sacrificio del lavoro italiano nel mondo”.
Unser Gedenken und unsere Anteilnahme gilt nicht nur den Landsleuten, die vor 57 Jahren an diesem Tag im Bergwerk Bois du Cazier auf tragische Weise umgekommen sind, sondern auch allen italienischen Arbeitern, die mit ihrer aufopferungsvollen Arbeit das Bild von einem fleißigen und beharrlichen Italien weltweit verbreitet haben. Die Arbeit ist das Grundprinzip unserer Republik und stellt in der Verfassung das Fundament für die Würde des Menschen selbst dar. Wie uns die Tragödie von Marcinelle traurig in Erinnerung ruft, ist es nach wie vor unsere klare Pflicht, allen Zugang zur Arbeit zu garantieren und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Denn an keinem Ort der Welt dürfen Menschenleben einer mangelnden Sicherheit am Arbeitsplatz geopfert werden.
Die Auswanderung ist ein wesentlicher, untrennbarer Teil unserer Nation und unserer Geschichte. Wer Italien verlassen hat und auch heute noch verlässt, trägt mit seiner Arbeit zum Wachstum unseres Landes und dem der Zielländer bei. Damit machen sie den positivsten Werten des Italienischseins weltweit Ehre und tragen ihren Teil zur gesellschaftlichen Entwicklung ihrer Gastländer bei.
Ich richte daher meinen herzlichsten Dank an alle italienischen Arbeiter in der Welt.


Emma Bonino


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